Luxemburger CCC von EUnetCCC designiert

LUX EU-Projekte

Luxemburger CCC von EUnetCCC designiert

Luxemburg erreicht einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen Krebs. Das Luxembourg Comprehensive Cancer Centre (CCC), das in Luxemburg zunächst als Pilotprojekt ins Leben gerufen wurde, gehört zu den ersten 30 Zentren, die vom European Network of Comprehensive Cancer Centres (EUnetCCC) offiziell designiert wurden.

Diese Designierung stellt einen bedeutenden strukturellen Fortschritt für die Organisation der onkologischen Versorgung in Luxemburg dar und stärkt zugleich die Einbindung des Landes in das europäische Ökosystem der Krebsversorgung.

Eine europäische Anerkennung mit großer Tragweite

Jedes Jahr wird bei 2,6 Millionen Menschen in Europa Krebs diagnostiziert. Als Reaktion auf diese große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit verstärkt die Europäische Union die Koordination zwischen Exzellenzzentren, um einen gerechteren Zugang zu einer hochwertigen Krebsversorgung sicherzustellen.

Die Designierung durch EUnetCCC stellt weder eine Akkreditierung noch eine formale Qualitätszertifizierung dar. Sie ist vielmehr als strategischer Ausgangspunkt zu verstehen, da sie Zentren anerkennt, die bereits eine strukturgebende Rolle bei der Organisation der Krebsversorgung und Krebsforschung für eine definierte Bevölkerung innerhalb ihres nationalen Gesundheitssystems spielen.

Der Prozess beginnt auf nationaler Ebene unter Einbindung der zuständigen nationalen Behörden und wird anschließend durch eine europäische Bewertung des Designation and Admission Committee (DAC) im Rahmen der Joint Action EUnetCCC fortgeführt.

In Luxemburg hat das Ministère de la Santé et de la Sécurité sociale seine klare Unterstützung für die Umsetzung eines CCC durch die offizielle Benennung des Luxembourg Comprehensive Cancer Center als nationales Kandidatenzentrum für die Aufnahme- und anschließenden Zertifizierungsphasen der Joint Action EUnetCCC bekräftigt. Diese nationale Benennung ist Ausdruck eines starken institutionellen Engagements und unterstreicht den Willen der nationalen Behörden, die onkologische Versorgung im ganzen Land im Einklang mit den Prioritäten des Nationalen Krebsplans (PNC2) weiter zu strukturieren und zu stärken.

Mit der Anerkennung des Luxembourg CCC als nationales Konsortium, das das gesamte Staatsgebiet abdeckt und als zentraler Knotenpunkt für onkologische Versorgung, Forschung, Lehre und Innovation fungiert, bekräftigt Luxemburg seinen Anspruch, ein integriertes und koordiniertes Krebszentrum von hoher Exzellenz zu entwickeln. Dieser Ansatz ist konsequent auf die Patienten ausgerichtet und unterstreicht zugleich das fortdauernde Engagement des Landes für den Europe’s Beating Cancer Plan (EBCP).

Ein nationales Gemeinschaftsengagement unter der Koordination des INC

Diese europäische Designierung würdigt das luxemburgische Kooperationsmodell, das auf der landesweiten Integration von Versorgung, Forschung und Innovation beruht.

In Luxemburg wird die Umsetzung des CCC durch das Institut National du Cancer (INC) koordiniert, das die nationale Strukturierung des Projekts sowie die strategische Abstimmung zwischen den Partnern des CCC sicherstellt:

  • Centre Hospitalier du Luxembourg (CHL) ;
  • Hôpitaux Robert Schuman (HRS) ;
  • Centre Hospitalier du Nord (CHdN) ; 
  • Centre Hospitalier Emile Mayrisch (CHEM)
  • Centre François Baclesse (CFB) ;
  • Laboratoire National de la Santé (LNS) ;
  • Luxembourg Institute of Health (LIH) ;
  • Université du Luxembourg (Uni.lu).

Partenaires CCC luxembourgeois.png

Als Ausgangspunkt eröffnet diese europäische Designierung dem Luxembourg CCC nun den Zugang zu einem strukturierten Prozess der kontinuierlichen Weiterentwicklung, der insbesondere Folgendes umfasst:

  • Stärkung von Governance und Organisationsstrukturen

• Entwicklung von Instrumenten für das Qualitätsmanagement

• Förderung der europäischen Zusammenarbeit und des Peer-Learnings

• Unterstützung der klinischen und translationalen Forschung

• Vertiefte Integration in das europäische Krebsökosystem

Ziel ist es, ein vollständig integriertes Zentrum weiter zu festigen, das eine koordinierte, innovative und patientenzentrierte Onkologie vorantreibt.

Ein erster Schritt hin zu einem europäischen Netzwerk von 100 CCCs

Diese erste Welle von 30 Zentren in acht europäischen Ländern markiert den operativen Start des Netzwerks.

Im Rahmen des Europe’s Beating Cancer Plan verfolgt EUnetCCC das Ziel, bis 2028 ein Netzwerk von rund 100 Comprehensive Cancer Centres aufzubauen. Eine zweite Designierungswelle ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.

Diese europäische Dynamik soll dazu beitragen, klinische und wissenschaftliche Exzellenz in konkrete Vorteile für die Patientinnen und Patienten zu überführen und zugleich die Chancengleichheit sowie die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten zu stärken.

Diese europäische Anerkennung ist zugleich ein erneuertes Bekenntnis, die onkologische Versorgung in Luxemburg zum Nutzen der Patientinnen und Patienten und in enger Zusammenarbeit mit Europa weiter zu strukturieren und zu stärken.

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