Pilots-Retreat-Treffen 2026: Wissen vernetzen um gemeinsam die Zukunft zu gestalten

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Pilots-Retreat-Treffen 2026: Wissen vernetzen um gemeinsam die Zukunft zu gestalten

Am 4. Juni 2026 kamen in Luxemburg mehr als 50 Vertreterinnen und Vertreter aus 15 Institutionen zusammen, um die Fortschritte von fünf nationalen Pilotprojekten vorzustellen und die Grundlagen für eine gemeinsame Vision der Onkologie in Luxemburg zu schaffen.


Das erste nationale Treffen zu den Pilotprojekten in der Onkologie

Dieses erste Pilot-Retreat-Treffen wurde vom INC in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Lenkungsausschusses des nationalen CCC (National Support Group - NSG) organisiert. Es brachte Gesundheitsfachkräfte, Forschende, Projektverantwortliche, Vertreterinnen und Vertreter öffentlicher Einrichtungen des Bildungssektors sowie Stiftungen, Verbände und Patientenvertretungen zusammen. Die Vielfalt der vertretenen Profile und Institutionen ermöglichte es, Fachwissen und Erfahrungen zusammenzuführen und eine sektorübergreifende und multidisziplinäre Reflexion über die Zukunft der Onkologie in Luxemburg zu fördern.

Zur Eröffnung des Tages hob der Präsident des INC, Prof. Guy Berchem, die Chancen hervor, die europäische Projekte bieten, um nationale Prioritäten zu unterstützen und die Onkologie in Luxemburg weiterzuentwickeln. Dr. Catherine Boisanté, medizinische Koordinatorin des zweiten Nationalen Krebsplans (PNC2), betonte, dass diese Dynamik durch das Engagement und die Komplementarität der beteiligten nationalen Akteure ihre volle Bedeutung erhält.


Ergebnisse, die eine gemeinsame Zielsetzung bestätigen

Eine der wichtigsten Erkenntnisse dieses ersten Treffens war die Bestätigung einer gemeinsamen Ausrichtung. Die Gespräche bestätigten die Relevanz eines integrierten nationalen Ansatzes, der auf der Komplementarität der bereits bestehenden Akteure und Initiativen beruht.

Die Teilnehmenden identifizierten mehrere übereinstimmende Prioritäten:

  • Stärkung klarer und koordinierter nationaler Leitungs- und Steuerungsstrukturen;
  • Entwicklung harmonisierter und patientenzentrierter Versorgungspfade;
  • Verbesserung des Austauschs von Wissen und Fachkompetenz;
  • den sicheren Datenaustausch erleichtern;
  • Unterstützung klinischer Forschung und Innovation;
  • Stärkung der Kommunikation zwischen Institutionen und Stakeholdern;
  • Sicherstellung der für die nachhaltige Fortführung der eingeleiteten Maßnahmen erforderlichen Ressourcen.

connecter les savoirs, les fonctaions pour l'avenir

Fünf komplementäre Pilotprojekte für eine gemeinsame Zielsetzung

Der Vormittag war der Vorstellung der fünf derzeit in Luxemburg umgesetzten Pilotprojekte gewidmet.

Eine partizipative Methodik zur Entwicklung einer gemeinsamen Vision

Am Nachmittag wurden die Präsentationen des Vormittags in zwei kollaborativen Workshops vertieft.

Der erste Workshop widmete sich der Analyse der prioritären Standards für das künftige nationale CCC anhand von vier Themenbereichen:

  • Versorgungspfade und Versorgungsqualität;
  • Information, Unterstützung und Prävention;
  • Forschung, klinische Studien und Innovation;
  • Koordination, gemeinsame Nachsorge und Kompetenzentwicklung.

Die Teilnehmenden stellten diese europäischen Standards den Gegebenheiten der luxemburgischen Praxis gegenüber, um bestehende Stärken, Entwicklungspotenziale und weitere Chancen zu identifizieren.

Der zweite Workshop befasste sich mit der nationalen Kommunikation in der Onkologie. Diskutiert wurden die mögliche Entwicklung eines nationalen CCC-Portals, das sich zunächst an Gesundheitsfachkräfte und Akteure der Forschung richten würde, sowie die Idee, langfristig einen nationalen Onkologietag zu schaffen, der alle Stakeholder zusammenbringt: Fachkräfte, Forschende, Patientinnen und Patienten, Bürgerinnen und Bürger, Stiftungen und Verbände.

Grundlagen, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten

Die Gespräche verdeutlichten die Vielfalt der bereits in Luxemburg laufenden Initiativen: nationale Versorgungsnetzwerke (CCCN), multidisziplinäre Tumorkonferenzen (MTK), Leitlinien und Patientenpfade, Forschungsaktivitäten, Survivorship-Projekte, eine zunehmende Einbindung von Patientinnen und Patienten sowie europäische Kooperationen.

Diese Ergebnisse zeigen die Fähigkeit der nationalen Akteure zur Zusammenarbeit und bilden eine solide Grundlage für die Entwicklung des nationalen CCC und weiterer Initiativen. Die geäußerten Erwartungen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Koordination, Dialog, Austausch von Fachwissen und Kohärenz der Maßnahmen auf nationaler Ebene zum Nutzen der Patientinnen und Patienten zu stärken.

Dieses erste Pilots-Retreat-Treffen ermöglichte es, einen gemeinsamen Überblick über den Stand der Arbeiten zu gewinnen, die Komplementarität der fünf Pilotprojekte besser zu verstehen und gemeinsame Prioritäten für die nächsten Schritte zu identifizieren. Die Ergebnisse des Tages bilden nun eine konkrete Arbeitsgrundlage für alle an ihrer Umsetzung beteiligten Gruppen und Gremien.

Ein regelmäßiger Dialog zwischen den Partnern, der Austausch über Fortschritte und die Weitergabe der Erkenntnisse aus den verschiedenen Pilotprojekten werden entscheidend sein, um diese gemeinsame Vision schrittweise in konkrete und nachhaltige Maßnahmen zu überführen. Getreu dem Motto „Wissen vernetzen und Grundlagen schaffen, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten“, markiert dieses erste Treffen einen wichtigen Schritt hin zu einer immer stärker integrierten, koordinierten und innovativen Onkologie in Luxemburg.

Zum Abschluss wurden die im Laufe des Tages ausgetauschten Gedanken, Ideen und Perspektiven in einem gemeinsamen visuellen Gesamtbild festgehalten. Diese grafische Begleitung, gestaltet von Frédéric von „À la Racine“, veranschaulicht die gemeinsame Ambition sowie die nächsten Schritte, die es nun gemeinsam weiterzuentwickeln gilt.

Die in diesem Artikel gezeigten Illustrationen sind Ausschnitte aus den im Laufe des Tages entstandenen Darstellungen. Sie spiegeln die Vielfalt und den Reichtum der Diskussionen, das gemeinsam eingebrachte Wissen und die vielfältigen Perspektiven sowie die gemeinsame Vision wider, die sich im Verlauf der Workshops und des Austauschs herauskristallisiert hat.


Die fünf Pilotprojekte sind Teil der von der Europäischen Kommission kofinanzierten Joint Actions EUNetCCC, JANE-2 und PCM, die auf nationaler Ebene vom INC und seinen Partnern koordiniert oder unterstützt werden. Sie tragen dazu bei, Versorgungsnetzwerke für Lungenkrebs und gynäkologische Krebserkrankungen zu strukturieren, das nationale CCC zu entwickeln, die Begleitung während und nach einer Krebserkrankung zu verbessern und die Integration der personalisierten Medizin in Luxemburg vorzubereiten.

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